Das land der schlósser
Šmartno
Kojsko
Das land der kleinen weissen kirchen
Das land der herrlichen aussichtspunkte
Das land der künstler
Kožbanjski kot
 
Das Land der kleinen weissen Kirchen auf den Gipfeln der Hügel

In Brda sind fast 30 Kirchen erhalten und so manche von ihnen verbirgt wahre Kunstschätze.

GOLO BRDO
Der Legende nach hat die Kirche ein Graf errichten lassen zum Dank für das Leben seines Sohnes, der in das Schlundloch gefallen war, das sich unter dem Altar befindet. Interessant ist, dass man die Kirche "Maria na jezeru" (Maria auf dem See) nennt, obwohl diese auf dem Gipfel eines Hügels steht. Tatsache aber ist, dass man aus dem heute abgedeckten Loch das Wasser rauschen hört. Einen besonderen Scharm haben die erneuerten, am Weg zur mittelalterlichen, später umgestalteten Kirche stehenden Bildstöcke (christliche im Freien stehende Säulen- oder Pfeilerdenkmäler). In der Nische beim Haupteingang steht die bedeutendste spätgotische Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind.

Der Hügel selbst ist nach dem Jahr 1997 ein bedeutender archäologischer Fundort geworden, denn die Ausgrabungen haben bestätigt, dass der Hügel schon seit der jüngeren Eisenzeit (Latenezeit) über die Früh- in die Spätantike besiedelt ist, und das wiederum ist ein Dokument des Durchbruches Roms in diese Gebiete unseres Landes.


VRHOVLJE BEI KOŽBANA
Kojsko rühmt sich mit dem ältesten Flügelaltar, die Kirche des Hl. Andreas in Vrhovlje aber mit den ältesten Fresken auf dem Gebiet von Brda. Die Fresken befinden sich im Presbyterium und auf der Bogenwand. Unter anderem sind auch Szenen des Lebens der Heiligen Familie, der Heiligen sowie der Aposteln vorzufinden. Besonders interessant sind die Darstellungen der Engel mit den unterschiedlichsten Instrumenten aus der Zeit der Entstehung der Fresken, d.h. der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die kleine Kirche befindet sich über dem Dorf und gehört zu einer typischen Kirche des Küstenlandgebietes, zu der vor dem Eingang eine Vorkirche gehört - d.h. ein bedeckter Raum mit einem kennzeichnenden "Preslica" Glockenturm. In der Vergangenheit wurde sie mit Steinplatten aus Schiefer bedeckt.

BILJANA
In der Dorfmitte steht auf einer erhöhten Stelle die Kirche des Hl. Michael. Der Blick auf die Wände, die Clemente Del Neri um das Jahr 1900 bemalt hat, verbirgt irgenwie das gotische Rippengewölbe des Presbyteriums aus dem Jahr 1534. Auf den Kapitelln stehen Statuen, von denen die bedeutendste die Auferstehung Christi aus der ersten Hälfte des
16. Jahrhunderts ist, und die das Werk der Südtiroler Werkstatt sind. Bei der Erneuerung der Fresken im Jahr 1999 hat man unter dem Verputz Fresken entdeckt, die dem Stil nach der Zeit der Plastiken der Auferstehung Christi zugehören. Die Fresken hinter dem Seitenaltar zeugen davon, dass die ursprüngliche Kirche genauso groß war wie die Kirche heute und dass sie etliche Male größer war als die übrigen Kirchen in der Zeit der Gotik auf diesem Gebiet. Die Größe zeugt wahrscheinlich von der besonderen Position der Urpfarrei in Biljana. Die heute mehr oder weniger verlassenen Häuser um die Kirche herum waren aller Wahrscheinlichkeit nach die Heime der Kaplane, die das Gebiet von Brda versorgten. Der Kirchturm ist der Form nach ein Glockenturm von Aquileia, den Ende des 19. Jahrhunderts der Maurer aus Kozana, Valentin Vuga, neu gebaut hatte.


GRADNO
Unverkennbar für Brda sind die unzähligen Dörfer mit einer Kirche auf den Gipfeln der Hügel. Jedes einzelne ist einer Besichtigung wert. Die Kirche in Gradno ist stolz auf ihren Kreuzweg, den während des Zweiten Weltkrieges der weltberühmte Maler Zoran Mušič gemalt hat. In der Kirche kann man außerdem die Werke von Lojze Spacal bewundern.

DOLNJE CEROVO
Malerische Treppen führen auf den Gipfel einer Anhöhe zur Kirche, wo man noch immer die Ruinen der ehemaligen Burg mit Türmen erkennen kann. Nach einer Dorflegende lebte einst in Dolnje Cerovo ein Bauer, der mit Zugochsen Wein transportierte. Es trug sich nun einmal zu, dass er auf dem Weg mit den Ochsen stecken blieb und weder weiter noch zurück konnte. Zum Dank für die glückliche Rettung ließ er eine Kette schmieden, die noch heute um die Kirche herum angebracht ist. Diese einmalige Besonderheit trägt die Jahreszahl 1859. Man kann nunmehr nicht mit Sicherheit sagen, wieviel an der Legende wahr ist, da diese in mehreren Varianten erhalten geblieben ist. Dazu kommt noch, dass die Kirche dem Hl. Leonhard gewidmet ist und dieser Heilige ist der Schutzpatron aller Gefangenen.

KOZANA
Der Stolz der sakralen Architektur in Brda ist auch die Kirche in Kozana, da den Entwurf für die Restaurierung des Glockenturmes der berühmte Architekt Jože Plečnik schuff. Im Jahre 1956 haben die Dorfbewohner von Kozana nach seinen Plänen den Glockenturm erhöht und so umgestaltet, dass er die Form eines Tempels angenommen hat. Nach den beiden Weltkriegen ist nur eine Glocke erhalten geblieben, die man nach der Restaurierung in drei kleinere umgeschmolzen hat. Die Glocken wurden noch zweimal mit größeren ersetzt, zuletzt im Jahre 1999.